Standesamtliche Hochzeit und Annes Geburtstag

Ralf und ich haben heute Nacht wunderbar geschlafen. Von Aufregung keine Spur. Wir waren so müde von den Vorbereitungen des gestrigen Tages und dem Polterabend, dass wir keine Zeit hatten aufgeregt zu sein. Jens hatte uns am Tag vorher für den heutigen Tag zum Frühstück ins Krachenfels eingeladen. Mein Geburtstagsgeschenk von ihm und als Ablenkung, damit die Zeit bis zum Nachmittag schneller vorübergeht.


Nach einem herrlichen Frühstück mit meinen beiden Männern, bin ich weiter zum Friseur um mich haartechnisch stylen zu lassen und Ralf und Jens sind wieder nach Hause gefahren. Auf dem Heimweg noch schnell den Strauß für die Trauung am Nachmittag abgeholt. Irgendwie wollte die Zeit nicht so recht für die beiden rumgehen, sodass sie kurzer Hand zum Hermko gelaufen sind um sich noch mit Unterhemden für die kommenden Tage einzudecken. Das nenn ich mal last minute shopping. Die zwei hatten echt Nerven.


Zu Hause angekommen fand ich einen nervösen und hibbeligen Ralf. Zugegeben bei mir stieg auch so langsam die Nervosität. Was würde uns nachher auf dem Standesamt erwarten und werden den auch alle pünktlich sein. Vor lauter Nervosität waren wir viel zu fertig. Ralf und ich mussten uns irgendwie beschäftigen und haben uns viel zu früh für die Trauung gerichtet. Auch waren wir viel zu früh am Rathaus und haben ungeduldig auf unsere Eltern, Geschwister, Omas und Opa, sowie Trauzeugen gewartet. Die Zeit wollte einfach nicht rumgehen. Zu unserer Erleichterung haben wir festgestellt, dass wir nicht die Einzigen waren die Nervös waren. Unsere Eltern waren es auch.


Im Trauzimmer angekommen stieg unsere Nervosität weiter ins unermessliche. Wir beide konnten uns nicht daran erinnern jemals so nervös gewesen zu sein. Kaum hatten alle Platz genommen ging es auch schon los mit der Zeremonie. Sandra hatte eine wunderschöne Rede gehalten, in der sie einen kurzen Abriss unseres gemeinsamen Weges und unseren Ecken und Kanten mit einfließen ließ. Es war auch eine sehr persönliche Rede, die unseren Angehörigen sehr gefiel und uns alle darin erkannt haben. Natürlich gab es den offiziellen Teil, in der man unsere persönlichen Angaben verlas und uns die alles entscheidende Frage stellte, die wir beide mit "JA" beantwortet haben. Es war geschafft und irgendwie schien die Aufregung ganz umsonst gewesen zu sein. Später an dem Abend hatten wir uns gefragt warum wir eigentlich so aufgeregt waren. 


Nachdem uns alle gratuliert, umarmt und geherzt hatten gab es noch einen kleinen Sektempfang im Rathaus. Ein paar Minuten für uns um die ganze Situation auf uns wirken zulassen. Ich denke aber dass uns das ganze Ausmaß erst Tage später bewusst werden wird. Gut gelaunt und fröhlich machten wir uns auf den Weg zu meinen Eltern um den ersten Teil der Feierlichkeiten zu begießen. Noch einen kurzen Stop beim Bäcker um unsere Torte abzuholen und dann ab in die Hölderlinstraße. Erst da wurde uns bewusst wie schön der Tag (wettertechnisch) eigentlich ist. Bei strahlendem Sonnenschein saßen wir unter den Pavillions und aßen Kuchen und tranken Kaffee. Es gab eine große Auswahl an Kuchen und Ralf und ich haben das mit der Torte anscheiden geübt ;-) Es war ein toller und gemütlicher Nachmittag. Genau so hatten Ralf und ich uns unsere standesamtliche Hochzeit vorgestellt. Einfach eine gemütliche und tolle Gartenparty.


Zwischen Kaffeezeit und Abendessen hatte man sich die Zeit mit Quatschen, Gelächter und Geschenke auspacken verbracht. Die Zeit, die am morgen nicht verstreichen wollte verging jetzt wie im Flug. Gegen später zeigte sich das Wetter nicht mehr von seiner Sonnenseite, so dass wir ins Haus flüchten mussten. Aber dem schlechten Wetter zum Trotz haben wir abends trotzdem gegrillt und unsere Feier in vollen Zügen genossen. Zum Essen gab es das was wir im Sommer gerne essen: Fleisch und Gemüse vom Grill, reichlich Salate, verschiedene Soßen und Brot. Auch beim Salatbüffet haben sich die Mamas nicht lumpen lassen.


Zur später Stunde ließ es sich der Musikverein nicht nehmen uns ein Ständchen zur Hochzeit und mir ein Ständchen zum Geburtstag zu spielen. Trotz dass es am frühen Abend geregnet hatte konnte man sich zu später Stunde wieder draussen aufhalten. Es war toll, dass der Musikverein uns diese Ehre hat zu Teil werden lassen. So wurde nach den Ständchen gemütlich zusammen bis in die frühen Stunden gefeiert. Und schon war Teil eins der Feierlichkeiten vorüber. Morgen wartet ein langer Tag auf uns und der eigentliche Höhepunkt kommt erst noch.


Wir möchten an dieser Stelle erwähnen, dass man uns diese tolle Gartenparty zur Hochzeit geschenkt hatte und wir sehr froh waren, dass wir uns nicht zusätzlich auch noch um dieses Fest kümmern mussten. Sonst wären wir wahrscheinlich in einem Restaurant gewesen und es wäre nicht so gemütlich zugegangen. Alles was wir tun mussten war zu sagen was uns so vorschwebt und wie viele Personen wir erwarten. Alles andere lag in den Händen unserer Eltern. Nochmals vielen lieben Dank an Mama und Papa! Und die helfenden Hände drumherum, die uns einen gemütlichen Tag beschert haben. Vielen lieben DANK!!!

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